Willkommen auf der Homepage des OHC Bernstadt

Wir freuen uns Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen. Mit dieser Seite möchten wir Ihnen den OHC etwas näher bringen und Sie mit aktuellen News rund um das Geschehen in unserem Verein auf dem Laufenden halt.

Viel Spaß beim Stöbern!


Nach der Saison ist vor der neuen Saison. Der erste Neuzugang stellt sich vor

12:16:36 14.05.2020 von Alexander Klatte (Kommentare: 0)

Mit blitzeblauem Himmel kam heute ein Foto über WhatsApp rein. "Tony ist wieder da!" YES! Unser Rechtsaußen, unsere Nummer 8, greift nach über einem Jahr schwerer Verletzungspause an. Und er wird den innerfamiliären Konkurrenzkampf mit seinem Neffen annehmen. Das kann ich kaum erwarten, das: " Mit der Nummer 8 Tony ULBRICH" (Handballgott)...Aber bis dahin ist es noch ein wenig Zeit und ich weiß auch noch nicht, welche Nummer sich unser Neuzugang aus Löbau "schnappen" wird. Lest hier exklusiv das Interview mit Sebastian Thomas.

Hallo Basti, Willkommen bei den „Erdachsen“. Ich würde mich freuen, wenn wir von Dir erst einmal ein paar „technische Daten“ bekommen könnten. (Alter, Beruf, Familie). Dazu von der sportlichen Seite die Reflektion Deines Sportlerlebens (Vereine, wie lange beim Handball, eventuelle Vorbilder)

Basti: Hallo Alex, zuerst einmal vielen Dank für die freundliche Aufnahme hier. Zu mir, ich bin 32 Jahre jung und studiere derzeit in Görlitz Informatik, was im Rahmen nach meiner langjährigen Bundeswehrzeit durch diese unterstützt wird. Vor Kurzem konnten wir uns ein Eigenheim in Löbau erwerben, sodass wir reichlich Platz für unser Kind und kommenden Nachwuchs haben. Sportlich war unsere gesamte Familie schon im mannschaftsdienlich unterwegs, nicht zuletzt auch mein Papa, selbst Handballtorwart, der mich für den Handball begeistern konnte. Er ist mein Vorbild, wie kann ein ehemaliger Welttorhüter, so bezeichnet er sich selbst, es auch nicht sein? Spaß beiseite, natürlich trete ich in seine Fußstapfen, schaute mir aber auch mal was Fritz und Omeyer ab. In der Jugend beim OHV hat sich früh gezeigt, das ich im Tor besser aufgehoben war, was ich seit 2004 auch beim TUS Löbau mit Freude ausübe.

Ok, nun also den Sprung an die Pließnitz zum OHC. Was hat Dich dazu bewogen, mit den Erdachsen ein neues sportliches Kapitel aufzuschlagen?

Basti: Meine Partnerin verglich den Wechsel mit dem Fußball: “Von Dynamo zu Aue wechseln, geht gar nicht! ”. Sicherlich gab es sportliche Rivalitäten, aber das macht den Sport ja aus, solange es fair bleibt. Der Wunsch höherklassig zu spielen war immer da, doch gab es immer zwei Faktoren, die es mir nicht leicht machten. Zum einen die geringen Trainings teilnahmen, bedingt durch den nicht regionalen Beruf und zum anderen meine Loyalität gegenüber dem TUS Löbau, doch die letzte Handball-Bastion in Löbau wird sich nach dieser Saison auflösen. Bis zuletzt erreichten mich immer Anfragen, ob ich nicht wechseln möge, hier ein Dank an Jens, der nicht locker ließ, aber auch mein Neffe Lucas aus der Jugend und sein Vater nervten mich immer wieder wann ich denn wechseln würde. Es sind auch Elemente wie Jugend, Organisation und dessen freiwillige Funktionäre die mich bewogen nach Bernstadt zu kommen, ohne die ein Verein nicht funktioniert. Die professionell auftretende und erfolgreiche Jugend konnte ich schon mehrmals beobachten, da kommt viel Talent nach. Aufgrund dieser Tatsachen und meinen sportlichen Wünschen freue ich mich hier auf die neuen Herausforderungen, mit einer gemischten wilden Truppe Handball zu spielen.

Bevor uns dieser bekloppte Virus aus der Halle und der Saison warf, hattest Du ja schon ein, zwei „Schnupperkurse“ in der Pließnitztalhalle. Deine ersten Eindrücke vom Team, den Trainern, dem Umfeld?

Basti: Das ist richtig, ich konnte schon ein paar Male beim Training aktiv mitmachen. Meine Erwartungen enttäuschten mich nicht, beim ersten Training traf ich eine volle Halle an, die hier alle Bock auf Handball haben. Auch den Mix von Erster bis Jugend finde ich klasse. Die aufgeschlossenen Jungs haben mich sehr gut aufgenommen und es ging ohne Umschweife direkt los. Den Einstandskasten hab ich übrigens erst zum zweiten Training mitgebracht, wusste ja nicht ob und was hier getrunken wird :) Das Trainerteam war ebenfalls locker, aber wird konkret wenn es darauf ankommt, so muss das sein. Das mit dem Virus ist natürlich erst einmal nichts schönes, aber völlig richtig vom Verband den Spielbetrieb zu beenden. Wir werden sehen was das für Auswirkungen auf die Liga und Verein hat, die Hauptsache ist erst einmal gesund und fit zu bleiben.

Der OHC Bernstadt hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelt. Vom „grauen Maus“ Image ist nichts mehr zu sehen. Inzwischen werden wir als die „jungen Wilden“, als „die Rasselbande vom OHC Bernstadt“ wahrgenommen. Gewappnet für die „jugendlichen Rosskur“? Immerhin können 300 Zuschauer beim Heimspiel sehr laut werden.

Basti: Die Entwicklung hat man wahrgenommen. Ich behaupte mal, das es nur eine Handvoll Vereine hier in der Region gibt die das von sich sagen können. Natürlich spielen dabei die Zuschauer eine große Rolle, den die pushen nur zur mehr Leistung, ohne würde man nur den Harz vom Ball hören. Die ersten Spiele werden definitiv neue Erfahrungen für mich sein. Aber eines ist klar: Als Torwart muss man grundsätzlich bekloppt sein. Du kannst auch nicht alles halten, aber du musst die wichtigen Bälle haben, im Spiel, für die Motivation des Teams, wenn es nicht läuft oder auch wenn das in den letzten Minuten des Spiels ist und man dann das Ding hält und alles jubelt, ist dass das geilste überhaupt. Vermutlich wird das warten müssen, da die ersten Spiele sicher ohne Zuschauer stattfinden werden.

Gehen wir mal davon aus, dass es nach der Krise ab Sommer / Herbst wieder mit dem Handball weiter geht. Wo siehst Du Dich? In ein paar Monaten, in einem Jahr?

Basti: Als Torwart in der OHCfamilie, der ein paar Spiele sicher benötigen wird, um warm zu werden. Meine technische Weiterentwicklung im Tor. Dazu gesagt werden muss aber auch, dass der Einklang Familie und Sport stimmen muss, mit unserem zweiten Kind steigt ab Juli die Verantwortung zu Hause. Das Trainerteam ist dahingehend informiert, dass es nicht immer passen wird. Langfristig will ich aber mit dem Team immer das größtmögliche Ziel erreichen.

Alex: Basti, vielen Dank für die ersten Einblicke. Und maximale Erfolge mit dem Team und der OHC Familie. wir.zusammen.OHCfamilie

Ein trauriger Anlass

09:22:50 07.05.2020 von Alexander Klatte (Kommentare: 0)

Nachruf

Der OHC Bernstadt e.V. nimmt  tief bewegt Abschied von unserem lieben Freund und Sportkamerad

Erich Müller

Er verstarb am vergangenen Samstag an den Folgen eines häuslichen Unfalls im Alter von77 Jahren. Dass sich sein Leben auf so tragische Weise vollendet hat, erfüllt uns mit tiefer Trauer. Unsere Gedanken sind nun vor allem bei seiner Frau Ute, seinen Söhnen Torsten und Jörg. Ihnen, seiner ganzen Familie und seinen Freunden gilt unser herzliches und tief empfundenes Beileid. Wir wünschen Ihnen in diesen schweren Stunden Kraft und Trost. Wir werden Erich immer als leidenschaftlichen Handballsportler und guten, stets hilfsbereiten und zuverlässigen Freund in Erinnerung behalten. Unvergessen sind seine überragenden Fähigkeiten   als   kämpferischer   aber   immer   fairer   Abwehrspieler,   für   die   er   bei   seinen sportlichen Gegnern gleichermaßen gefürchtet wie geachtet war. Als guter Kamerad war er immer zur Stelle, wenn eine helfende Hand gebraucht wurde. So hat er mit viel persönlichem Einsatz   an   der   Errichtung   der   ehemaligen   Kleinfeldanlage   in   Bernstadt   oder   an   der Renovierung unseres Vereinsraums mitgewirkt. Und auch so manches private Heim seiner Sportkameraden ist mit seiner freundschaftlichen Hilfe errichtet worden. Besonders in der Montagsrunde wird Erich, dem Mannschaftsgeist immer ein hohes Gut war, schmerzlich vermisst werden. Dort war er im Kreis seiner alten Sportfreunde noch bis inshohe Alter sportlich aktiv und erinnerte sich mit ihnen in geselliger Runde an gemeinsame alte Zeiten. Dass ihm schließlich die Kraft fehlte, auch seinen letzten Gegner zu bezwingen, erfüllt uns mit tiefer Traurigkeit. Wir werden Ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Torsten Riccius Vorstandsvorsitzender                 

Bernstadt   auf   dem   Eigen, den 06.05.2020

Das großen "Hippeln" hat begonnen

14:36:59 03.05.2020 von Alexander Klatte (Kommentare: 0)

Na, nun mal sachte. Auch wenn es einige Sportsfreunde der 1.Männer kaum erwarten können. ENDLICH wieder auf die Platte. ENDLICH wieder "Erdachse" brüllen. ENDLICH wieder das "Auf gehts Bernstadt, kämpfen und siegen" von den Fans vernehmen. Zumindest die Einteilung der Staffeln für die Saison 2020/21 ist heute aktuell eingestellt worden. Es gibt 13 Teams, also ein Dutzend geile Heimspiele in der Verbandsliga. Die Vorfreude ist zu spüren. Auf dem Markt hängt bei Böhmis unser Banner zum 90-jährigen Jubiläum. Tradition, Ehre und Stärke. wir.zusammen.OHCfamilie  Euer Alex

Hier die Gegner der 1.Männer für die kommende Saison:

Radeberger SV, ESV Dresden, SC Riesa, SG Kurort Hartha, HC Elbflorenz III, Radebeuler HV, SSV Stahl Rietschen, SV Niederau, HC Großenhain, Sportfreunde 01 Dresden, HSV 1923 Pulsnitz, HSV Dresden II

In diesem Monat, vor 90 Jahren...

20:51:49 22.04.2020 von Alexander Klatte (Kommentare: 0)

Liebe Handballfans, das erste Zeugnis des Handballsports in Bernstadt ist ein Foto vom April 1930. 90 Jahre Faszination Handball. Hoffen wir, dass wir zumindest im Oktober dieses Ereignis gebührend feiern können. Heute möchte ich Euch in einer Kurzform die Geschichte des Bernstädter Handballs näher bringen. Getreu meine geschichtlichen Grundüberzeugung: "Nur wer seine Wurzeln kennt, der kann auch fliegen." Machen wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten das beste daraus. wir.zusammen.OHCfamilie.   Euer Alex

Kurzform der Chronik des Bernstädter Handballs

Das Handballspiel in Form des Großfeldhandballs wurde nach dem 1.Weltkrieg durch den Berliner Sportlehrer Karl Schelenz weiter entwickelt und mit einem Regelwerk versehen. Reichlich zehn Jahre später wurde diese Sportart auch im Pließnitztal gespielt. Fast zeitgleich entstanden um 1928/29 Mannschaften in Strahwalde, Berthelsdorf, Rennersdorf und eben auch in Kunnersdorf und Bernstadt. Das älteste Zeugnis des Bernstädter Handballs datiert vom April 1930. Ebenso findet man Dokumente des Handballsports in dieser Zeit aus Kunnersdorf. Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht eigenständig, sondern eine Abteilung des jeweiligen Turnvereins (TVB) aus Bernstadt bzw. Kunnersdorf. Die ersten Spielplätze waren in Kunnersdorf hinter dem „Roten Gut“ und im Steinbachtal in unmittelbarer Nähe zum Bernstädter Bad. Später spielten die Bernstädter auf dem (zu kleinen) Sportplatz neben der Schule. Ab Mitte der 1930-er Jahre soll es schon Punktspiele gegeben haben. Ein letztes Mal wurde im Sommer 1940 vor großer Kulisse gegen den damaligen Landesmeister Niederschlesien, einer Mannschaft aus Görlitz, auf dem heimischen Sportplatz gespielt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges formierten sich die nicht im Krieg gefallenen oder in Gefangenschaft geratenen Spieler aus Bernstadt und Kunnersdorf 1946 zu einer Abteilung („Sparte“) Handball in der Sportgemeinschaft Bernstadt und spielten ab dieser Zeit gemeinsam. Mit denen aus der Gefangenschaft zurück gekehrten weiteren Spielern entstand ab 1947 eine spielstarke Mannschaft, welche ab sofort in der Ostsachsenliga eingegliedert wurde. Ebenfalls ab 1947 konnte sich auch eine erste Jugendmannschaft formieren.

1949 fand die SG Bernstadt ein jähes Ende. In einem Beschluss des deutschen Sportausschusses von 1948 wurden alle Sportgemeinschaften angewiesen, sich den Volkseigenen Betrieben (VEB) als Betriebssportgemeinschaft (BSG) an zu gliedern. Bernstadt hatte aber keinen VEB. Der nächstliegende VEB war die Grube Berzdorf. 1949 entstand dort die BSG „Grube“ Berzdorf. Nach einem Aufruf bildete sich 1950 die erste Mannschaft unter dem Namen BSG „Aktivist Berzdorf“ mit Spielern aus Leuba, Tauchritz, Schönau und Bernstadt. Da es in Berzdorf keine geeignete Spielstätte gab, siedelten sich die Handballer schon im Jahr darauf wieder in Bernstadt unter ihrem neuen Namen an und begannen in der II. Kreisklasse. Bis 1953 gab es einen ununterbrochenen Aufstieg bis in die Bezirksklasse. Ab 1952 gab es eine erste Frauenmannschaft in Bernstadt. Seit Anfang der fünfziger Jahre wurden in der Wintersaison Kreismeisterschaften im Hallenhandball ausgetragen. Es gab aber kaum Hallen im Kreis und mit Sporthallen von heute hatten diese kaum etwas zu tun. Schon zu dieser Zeit wurde das „Steigerlied“ gesungen, das später zur inoffiziellen Vereinshymne werden sollte. 1956 wurde die BSG „Aufbau“ Hagenwerder gegründet und 1958 in BSG „Turbine“ Hagenwerder umbenannt. Der Gründung der ISG Hagenwerder im Jahre 1961 aus der BSG „Aktivist“ Berzdorf und der BSG „Turbine“ Hagenwerder ging ein über zweijähriger erbitterter Kampf verschiedener Gremien voraus. Aus der Fusion konnte der Leistungssport erheblich Kapital schlagen. In Hagenwerder wurden die längst notwendigen Sportstätten gebaut und die ISG wurde zur „Vorbildlichen Betriebssportgemeinschaft der DDR“. Die Sektion Handball entwickelte sich zu einer Spitzensektion im Bezirk Dresden. Die Trikots waren verschiedenfarbig, als Hauptfarbe hatte sich Blau-Weiß durchgesetzt. Das Lied „Blau und Weiß, wie lieb ich Dich!“ wurde oft angestimmt. In Bernstadt wurde in der Kunnersdorfer Sporthalle trainiert. 1964 gelang der Bernstädter Großfeldmannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. Auch die Frauen stiegen in die Bezirksliga auf. Im Jahre 1970 wurde das Ende des Großfeldhandballs besiegelt. Es gab aber einen nahtlosen Übergang vom Feld in die Halle. Dieser war vor allem international begründet. Großfeldhandball stand nur ein einziges Mal im Olympischen Programm. 1936 wurde Deutschland Olympiasieger vor Österreich und der Schweiz. Seit 1972 ist der Hallenhandball ununterbrochen olympisch. Aber von einer Halle war der Handball in Bernstadt erst einmal weit entfernt. 1968/69 wurde mit vielen hunderten Stunden freiwilliger Arbeit und mit Unterstützung des BKW Berzdorf ein Hartplatz gebaut. Rein sportlich konnte der Umbruch auf das Kleinfeld gemeistert werden. 1970 und 1971 wurde man Meister in der Spielunion Löbau/Zittau/Görlitz und stieg in die Bezirksliga auf. Die Heimspiele musste in Eibau ausgetragen werden. Mit der Fertigstellung der Kleinfeldanlage wurden ab 1974 die „Bernstädter Handballwochen“ eingeläutet. Zu Spitzenzeiten gastierten 25-30 Gastmannschaften in der Pließnitzstadt - nur im Erwachsenenbereich. Mit Nachwuchs kam man auf bis zu 80 Teams. 1978 wurde das Sportzentrum Hagenwerder eingeweiht. Von nun an gab es beste Rahmenbedingungen für die Sportler. Zwei Drittel der nunmehr über 200 Mitglieder waren Nachwuchsspieler. Unzählige Siege auf Kreis- und Bezirksebene konnten sich die Handballer auf ihre Fahnen schreiben. 1978 wurde in Löbau mit der Sektion Handball des Armeesportvereins eine neue Ära eingeleitet. Es wurde in den folgenden Jahren zu dem Leistungszentrum im Handballsport in Ostsachen. Auch viele Bernstädter Nachwuchsspieler profitierten von der Delegierung in die Kreisstadt. Sie wurden zum Fundament der späteren Oberligamannschaft. Die Handballsektion wurde 1984 erneut mit dem Ehrentitel „Vorbildliche Sektion des DHV“ geehrt. 1988 stieg die Männermannschaft in die Bezirksliga auf. 1991 gewann man die Bezirksmeisterschaft und stieg in die sächsische Oberliga auf. Bis 1996 spielte man in dieser Liga. Und leider wurde man im Folgejahr, auch durch das Verletzungspech von Leistungsträgern, bis in die Bezirksliga durchgereicht. Das Jahr 1997 sollte aber trotz des sportlichen Abstiegs für die vielen Bernstädter Handballer ein neues Hoffnungszeichen setzen. Die Gründung eines eigenen „Bernstädter“ Vereins.

Am 14.November 1997 wurde der OHC Bernstadt e.V. gegründet. Mit 204 Mitgliedern startete man in die neuen Aufgaben. Die Trennung von der ISG Hagenwerder ist aber vielen Handballern nicht leicht gefallen. Man hatte der ISG viel zu verdanken und hatte dort ausgesprochen erfolgreiche Zeiten erlebt. Ein Jahr noch wurden die Heimspiele in Hagenwerder ausgetragen. Im Ostsachsenpokal konnte man gewinnen und sich für den Sachsenpokal qualifizieren. Im Oktober 1998 wurde der Traum von vielen Handballern endlich war. Bernstadt bekam eine nagelneue Sporthalle. 200 Sitz- und 100 Stehplätze standen ab sofort den vielen Fans zur Verfügung. Von diesen Rahmenbedingungen beflügelt, schafften die Männer im Jahre 2000 den Aufstieg in die Verbandsliga. Im Jahre 2003 musste man diese Liga leider wieder verlassen. Es sollte aber in den nächsten zwei Jahren dennoch höherklassigen Handball geben. Der OHV Löbau und der OHC Bernstadt bildeten die Spielgemeinschaft OHSG Bernstadt/Löbau mit dem Ziel, sich in der Verbandsliga auf Dauer zu etablieren und die Kräfte für eine weitere Leistungsentwicklung zu bündeln. Dieses Projekt dauerte leider nur zwei Jahre. Im Jahre 2005 zog der OHV Löbau aufgrund der eigenen personellen Situation die „Notbremse“ und kündigte den Vertrag. Der OHC Bernstadt stieg in die Ostsachsenliga ab. Hier spielen die Männer seit einem Jahrzehnt und konnten sich in den letzten Jahren (2014 „Trizemeister“, 2016 Vierter, 2017, 2018 Vizemeister) wieder im Vorderfeld platzieren. Der große Wurf gelang ihnen schließlich 2019. Am 27.April konnte in einem überragenden Finale noch die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga gefeiert werden. Auch den Frauen gelang 2019 mit einer verlustpunktfreien Saison die Meisterschaft in der Oberlausitzliga und den Aufstieg in die Ostsachsenliga. Das Fundament, das „A und O“, das Kernstück des OHC Bernstadt ist und bleibt die Nachwuchsarbeit. Jüngste Erfolge wie beispielsweise der Gewinn der Ostsachsenmeisterschaft 2016 der männlichen B-Mannschaft, 2017 der männlich C und der männlich A, 2018 der männlich B und A und vor allem der Gewinn des sächsischen Pokals der männlich B, 2019 wieder der Ostsachsenmeisterschaft der männlich B sind die Grundlage für ein weiteres Bestehen unseres Handballclubs.

„Glück auf, meine Erdachse!“

Erstellt von Alexander Klatte

Quelle: „Chronik 75 Jahre Handball Bernstadt 1930-2005“ und Recherchen im Internet

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18:29:53 14.04.2020 von Alexander Klatte (Kommentare: 0)

Ein kleiner Nachtrag vom Kinderfasching des OHC 2020