Der Pfefferkuchen zerbröselt. Die 1.Männer in Pulsnitz

21:36:54 25.09.2022 von Alexander Klatte

Verbandsliga Männer

HSV 1923 Pulsnitz – OHC Bernstadt 23:30 (10:18)

Ach der „Maki“ schaut immer so schön ungläubig. Er saugt als Neuzugang alles auf. Echt?, gegen Pulsnitz habt ihr seit Jahren nicht verloren? Später auf der Platte ist er vor allem im Abwehrbollwerk gefragt. Und macht das hervorragend. Wie viele andere auch. Und ja, Sportfreund Jenke und seine „Ewigschleife“ (Insiderwissen). Sie wirkte, sie passte, sie funktionierte. Da sitzen in der Kabine dann vor dem Spiel 14 Männer. Keiner von denen schaut nach unten. 1,5 Meter Sicherheitsabstand steht draußen an der Tür. Noch nicht mal 1,5 cm ist zwischen den Körpern Platz. Wir sind hier, um zu gewinnen. Und nichts anderes. Als ich draußen nach meinen Prognosen gefragt werde, bin ich optimistisch. Zwei, drei Sequenzen, ein, zwei Anmerkungen zum Angriffsspiel der Gastgeber, zum Wurfverhalten. Zu unseren Gegenmaßnahmen. Torsten Katzer versucht gleichzeitig zu beruhigen und  aufzuputschen. Ein sprachlicher Spagat. Aber bei den Blicken von diesen Spielern ist mir nicht bange. Forca OHC! Und wie. Getragen von einem Block aus Spielerinnen des OHC, welche sich in Pulsnitz ein Unentschieden erkämpften und den zahlreichen Fans, dazu „bewaffnet“ mit vier Trommeln und Tröten. Diese Fans machten binnen der ersten Sekunden in der Halle klar, wer die akustische Oberhand innehat. Was für ein Rabatz! Und der Maki schaute nach dem Spiel immer noch so ungläubig auf die Tribüne… Das Gerüst außen steht und auf der Platte formt sich ein blau-weißes Bollwerk. Einspruch, Euer Ehren…mit einem grün-weißen Farbpanzer dahinter. „Norman“, „Norman“, „Norman“. Schon Mitte der ersten Halbzeit macht der Keeper der Erdachsen, Norman Jacobi, mehrere „safes“ (hab ich das wirklich geschrieben?). Und vorn greift ein Rad ins andere. Gut, Ali justiert noch (Ali, Du musst nicht gefühlt hinter der Mittellinie schon abziehen. So an der 9 Meter geht auch). Norman hat den ersten 7m. Er wusste schon vor dem Spiel, wo Sportfreund Johne hinwirft. Auch in Unterzahl der Gäste kommt der HSV einfach nicht durch. Das sieht nach Handball aus. Es wird gespielt, gewartet, ausgespielt. Tony trifft doppelt. Auch Ali zimmert sie rein. Georg mit feinem Treffer. Von 12 Feldspielern werden zum Schluss sich 9 in die Torschützenliste eintragen. Man spielt, bis man zu einem sauberen Abschluss kommt. Ein Luis Kahle bekommt aber dennoch ein „Extrabienchen“. Auf Bierdeckelgröße tanzt er seine Gegner aus und trifft variabel. Willi zieht immer wieder geschickt an, die Positionswechsel Angriff, Abwehr wirken und sind toll anzusehen. Hannes macht das Rennen der beiden „7“ klar für sich. Bis zur Sirene spielen die Erdachsen den letzten Angriff aus, ehe Kapitän Willi Bräuer den Ball ins Eck reinwuchtet. 8 Tore vorn! Trainer Katzer mahnt trotz der „geilen Abwehrarbeit“ und der tollen körperlichen Präsenz, dass das Spiel noch 30 Minuten habe. Die Achse der Gastgeber hatte erst einmal funktioniert. Torjäger Franz Johne, in Rietschen zum Auftakt noch mit sieben Treffern erfolgreich, kam zu KEINEM einzigen Torabschluss in den 60 Minuten. Die zweite Halbzeit gestaltete sich, um es vornehm auszudrücken, ausgeglichener. Man braucht so drei, vier Minuten, um wieder an Fahrt zu gewinnen. Zumal sich das „Dejavu“ der 7m ab so was von genauso wiederholt gegen über dem Heimspiel gegen Radeberg. Einen treff ich, einen vergeb ich. Der nächste bitte… Wir pegeln uns bei 50% ein. Da ist noch Luft nach oben. Die Fans feiern schon. Auch, als die Gastgeber bis auf 4 Tore rankommen. Das nenne ich dann doch schon „Delle“. Wenn man mit 6-en führt, sucht man nicht schon nach Sekunden den Abschluss. Georg dreifach, Gerlach doppelt. Nicht drin. 19:23 in der 50.Minute. Das werden doch nicht doch noch 10… Ne, Ali macht das persönlich. Dann der Auftritt von Danny Ulbrich. „Gerlach“ macht ihn, um Sekunden später gedankenschnell den Ball abzufangen und Danny Burkhardt (ja, auch die Kreisläufer trafen heute) passgenau zu bedienen. Wieder sieben vorn. Knockout für die Gastgeber. Schön zu sehen, wie auch alle anderen Spieler ihre Chance suchten und nutzen. Böhm mit schönem Kontertor, auch Georg trifft. Der Pfefferkuchen der Gastgeber ist zu dem Zeitpunkt schon „zerbröselt“. Ärgerlich für Danny Burkhardt, dass der Ball dann doch noch reingeht…die 30 (die Mehrzahl von Bier heißt Kasten…) rundet alles ab. „Heimsieg“ skandieren die Fans des OHC Bernstadt. Mit zwei Siegen in die Verbandsliga gestartet. Ist schon cool. Am Wochenende geht es dann nach Kunnersdorf. „His Skandalos Maximus Johannus“ macht auch einen auf 30… Ja, dann wollen wir mal schädigen… Fotos sowohl von diesem Spiel als auch von der nächsten Woche wie immer bei den Facebook. Und um es mal vorweg zu nehmen. Der OHC gewann am Wochenende viermal und spielte einmal Unentschieden. Glückwunsch an all die tollen Leistungen von der E Jugend bis zu den Frauen. Wir.zusammen.OHCfamilie. Euer Alex

Der OHC spielte mit:

Norman Jacobi, Falko Böhmer(1), Stefan Deutschländer(3), Willi Bräuer(4), Hannes Höhne, Tony Ulbrich(3), Danny Ulbrich(4), Alexander Paul(4), Maik Schubert, Markolf Janeck, Georg Katzer(2), Danny Burkhardt(3), Luis Kahle(6)

 

Team: Jens Heinze, Torsten Katzer, Jessi Sommerfeld, Robert Schetter

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