Die 1.Männer in Radeberg

19:11:11 08.09.2019 von Alexander Klatte

"Bierseelig" sieht anders aus...

Verbandsliga Ost Männer

Radeberger SV – OHC Bernstadt 32:18 (16:11)

Er würde „den Trainer zur Entlassung vorschlagen“ sagte mir Andreas am Telefon. Naja, er hatte ja seinen Humor schon wiedergefunden. Das war schon ziemlich starker Tobak. Ich war bei der Arbeit und ab und zu wanderte der Blick aufs Handy. Nach 3:2 schnell ein 9:4. Zur Halbzeit hielt man die 5 Tore Rückstand und brach dann in Hälfte zwei regelrecht ein. Ich persönlich kann mich nicht erinnern, wann denn ein Männerteam in der Meisterschaft so eine Niederlage erleben musste. Also um es mal klar zu sagen: Auch in der Verbandsliga gibt es wie in der Ostsachsenliga im Jahr zuvor „die da oben und die da unten“. Und Radeberg hatte eine grandiose Rückrunde gespielt, sich noch auf Platz 3 vorgearbeitet. Das Team blieb zusammen und konnte sich mit zwei Spielern aus Schleife und Oberlichtenau noch verstärken. Stahl Rietschen hatte letzte Woche im Pokal dort 38 Tore kassiert (aber auch 25 geworfen). Also wir bewegen uns im völlig „normalen Rahmen“. Radeberg „da oben“ und wir erst einmal „ganz unten“. So sollte man also ins Detail gehen, was denn möglich gewesen wäre… sicherlich ein „engeres Spiel“. Aber der Gegner hatte uns „dechiffriert“. Nicht mit dem „Wetterkurzschlüssel“ aus U 110, den Professoren aus Cambridge und Oxford, gemeinsam mit Schachgroßmeistern zur Ortung der deutschen U-Boote benutzten. Nein. Radeberg hatte uns ja „leidvoll“ erfahren. Im Januar beim Sachsen-Pokal Achtelfinale gelang der jungen Truppe aus der Oberlausitz eine Pokalsensation. Die war nicht nur „in den Hinterköpfen“ der Bierstädter geblieben. Sie hatten ihr Team nahezu perfekt auf uns eingestellt. Gefühlte 80% Kontertore aus überfallartigem Umkehrspiel zerschlugen schon früh jedes Hoffnungspflänzchen auf einen Erfolg bei den Radebergern. Und dann kam eine Unmenge dazu. In Anlehnung an den Klassiker „Ja wie sie laufen, laufen…wo laufen sie denn hin?“ Könnte man auch anstelle laufen das Wort „kreuzen“ einfügen. Eine ungewohnt hohe Anzahl an technischen Fehlern, welche gnadenlos bestraft wurde. Dazu eine mangelhafte Chancenverwertung beim Auslassen bester Gelegenheiten. Eine letzte Galligkeit fehlte hier und da. Ein Gegenhalten. Ein „nicht noch eine höhere Tordifferenz“. Und Ali verletzt sich noch in der ersten Halbzeit folgenschwer. Nach Tony und Johann das dritte „Knie“. Das war definitiv „zu viel“. Es bleiben auch in der Addition nur zwei Minuspunkte. Dem Abwehrverbund kann man – trotz 32 Gegentreffern – keinen Vorwurf machen. Dort kam der Gastgeber kaum wie gewünscht durch. Beide Torleute hielten mehr als passabel. Zwischenzeitlich ließ man auch das Können aufblitzen. Danny Ulbrich, Falko, Florian, Ali, Willi, Christoph… es war ja nicht so, dass diese Spieler nicht Handball können. In der letzten Saison lag man zur Pause auch öfter zurück. Und kam zurück. In Rietschen etwa. Oder Sohland. Aber sowas eine Klasse höher ist schwer möglich. Sonnabend, 14.September, 18.15 Uhr. Pließnitztalhalle. Wir beginnen mit einem 0:0 gegen Zabeltitz-Großenhain. Ein jeder konzentriert und mutig. UND LOS!   Euer Alex

Der OHC Bernstadt:

Tom Seidel, Justin Tröger, Falko Böhmer(3), Stefan Deutschländer(1), Willi Bräuer(2), Steve Höhne(1), Paul Flammiger, Danny Ulbrich(2), Alexander Paul(3), Danny Burkhardt, Paul Richard Führer, Christoph Heide(1), Florian Weickelt(5)

Trainer: Andreas Weickelt, Tony Ulbrich

Physio: Jessi Sommerfeld

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