Die 1.Männer gegen Radebeul...

00:06:07 03.11.2019 von Alexander Klatte

Solche Geschichten schrieb einst nur Karl May...

Verbandsliga Ost Männer

OHC Bernstadt – Radebeuler HV 27:25(12:11)

Beim „kramern“ in der Handballtasche fand ich meine Aufzeichnungen als Hallensprecher vom letzten Heimspiel gegen Elbflorenz III. Die waren fünf Wochen alt. Gefühlt aber Jahre zurück. Nach dem grandiosen Sieg im Lokschuppen zu Dresden vor vier Wochen ließen die OHC-Mannen nun endlich auch den ersten Sieg zu Hause folgen. Die Tabelle ist ein „Tagesgeschäft“ und es ist so wunderbar zu lesen, dass der OHC die „rote Laterne“ des Tabellenletzten abgegeben hat und zumindest bis morgen der Platz 10 steht. Das gibt Mut, erzeugt Glauben an die eigenen Fähigkeiten und weckt Kräfte. Nächsten Sonnabend, 9.November, 18.15 Uhr, zu Hause gegen die SG Kurort Hartha. Und so schwenke ich meine Blicke auf das Spiel, dass wiedermal die die jüngere Geschichte eingeht. Der erste Heimsieg seit 14 Jahren in der Verbandsliga. Und was für einer. Ja, ich schaute, und schaute und schaute… der Ali nicht da (?). Unsere einzige „2-Meter-Waffe“. Von dem wir „drei bräuchten“, um bei den Konkurrenten in der Liga mit zuhalten (so Zuschauer zu mir vor dem Spiel). Ali, es wird schwer… und wenn Du Torwart wärest, dann hättest Du keine Chance. Es ist die nächste Zeitreise. Oh ja, nochmals (und letztmalig) das letzte Heimspiel vor fünf Wochen. Weder Schetti noch Tom sahen so richtig glücklich aus. 36 Gegentore und trotz einer 18:11-Führung verlor man das Spiel in letzter Sekunde. Tom und Schetti heute: ÜBERRAGEND. TOOOM SEIDEL skandierten die Zuschauer, welche ein „Höllenspektakel“ veranstalteten und gleichzeitig erlebten. Ein Dankeschön an die vielen Fans, auch an die Fußballer vom FSV Kemnitz. Der Bürgermeister mittendrin. Richtig toll fanden auch die souverän agierenden Schiedsrichter Neubert und Ulbrich vom Heimatverein ZHC Grubenlampe Zwickau, dass bei OHC so viele extrem junge Spieler aufliefen. Da habt ihr ja ein echtes Pfund. Ja, auch die zweite Mannschaft konnte im Vorspiel gegen „die Granden der früheren Jahre“ von Koweg überzeugen und erreichte ein 25:25. Respekt die Herren. Nun aber zum Spiel, welches mit 19.30 Uhr Anwurfzeit extrem „nach hinten ausgereizt“ wurde. Also dann. Es begann zäh. Vor der gut gefüllten Halle vermochte keine Mannschaft so recht „in die Puschen kommen“. Nach dem 1:1 machte „Gerlach“ den Doppelkonter. Binnen von „handgestoppten“ 9,3 Sekunden 3:1. (Laut Uhr waren es 16, aber egal) Ja, Konter können wir auch. Aber auch die Gegner sind extrem schnell weg. Und wenn nicht ein Tom Seidel zum „Hunderttausendsassa“ wird, dann würden wir gnadenlos hinten liegen. Machen wir aber nicht. Und so schiebt sich das hin und her. Die Abwehr als „Fleißmeisenriegel“ und bügelt so manche Großchance aus, welche wir vorn zu Hauf vergeigen. Die ersten drei 7m: nicht drin. Wir können uns nur mit ein, zwei Toren absetzen. Keiner überragt beim Abschluss, keiner fällt negativ auf. Ein jeder puscht den anderen. Die Außen der Gäste haben enormes Potential. Und zunehmend knallen sie uns auch über die Halben die Dinger rein. Steve leitet sein Tor selber ein. Und eine Hektik kommt dennoch auf. Aber irgendwie hat der OHC immer einen „in der Hinterhand“. Dann macht halt der Paul Flammiger, nach zwei Fehlversuchen, zwei rein. Zurück liegt man nicht. 11:10 zur Halbzeit. Kurz zuvor „gewinnen wir noch das Unterzahlspiel mit 2:1“. Ich muss in die Kabine. „GAAANZ RUHIG. Wir führen doch. Super Torleute. Das wird noch bis fünf Minuten vor Schluss so gehen. Und dann müssen wir die Körner haben.“ Was für Worte des Landwirts. (ein klein bisschen gedichtet…) Und: wir machen jetzt in der Deckung es mehr nach vorn. Luis… Dein Part. Aber als erstes treffen wir von der 7m: Wenn nicht mit Gewalt, dann mit Gefühl von Florian. Und der Böhm hatte doch noch was „in petto“ lieber Andreas… die Gäste über die Außen saustark. Und dann die ersten Gala von Luis. Krallt sich den Ball vor der eigenen Abwehr und veredelt ihn. 17:13. Das er blöderweise danach gleich seine 2 Minuten kassiert ärgert den 17-jährigen maßlos. Wir erreichen „unsere Delle“ des Spieltages. Mehrere Großchancen werden verdonnert oder die überragende Torleute der Gäste, die Brüder(?) Riedel vernichten im Minutentakt den Ausbau der Führung. Nur noch 18:17. Dann wieder ein Luis der Extraklasse. Aber was soll Steve gegen gefühlte „Anderthalbköpfe größer“, Kreisläufer Sebastian Niesen, da machen? Festhalten geht ja wohl nicht. Schetti hält, es wird auch noch körperbetonter. Die Gäste sind hellwach und nutzen dreimal bei Nachsetzen die Chance. 22:22. Ja, in der Halbzeitpause wurde es angesprochen: ihr müsst da durch gehen. Und Paul Richard Führer macht es, und macht es. Brachial, energisch und so was von entschlossen nagelt er die Bälle ins Netz. DER WILL UNBEDINGT den Ball, die zwei Punkte. Saustark unsere 13. Die Fans peitschen die Akteure frenetisch nach vorn. Boah…Willi..erste Sahne zum 26:23. Und dann Gerlach. Mit bürgerlichem Namen Danny Ulbrich. Schetti steht „im Abwurfwinkel“ und er sollte doch…hält noch kurz an, „pfeifft“ auf das „Halte ihn“ und macht die Bude. 27:24. Gerlach eben. Den kann man nicht erfinden. Den muss man erleben wie heute. SIEG. Die „rote Laterne“ ist abgegeben“. Das gibt Mut, erzeugt Glauben an die eigenen Fähigkeiten und weckt Kräfte. Nächsten Sonnabend, 9.November, 18.15 Uhr, zu Hause gegen die SG Kurort Hartha. Auf ein Neues. OHC! Euer Alex

 

Der OHC spielte mit:

Tom Seidel, Robert Schetter, Falko Böhmer(4), Stefan Deutschländer(4), Willi Bräuer(3), Steve Höhne(1), Luis Kahle(3), Paul Flammiger(2), Danny Ulbrich(3), Johann Brendler, Paul Richard Führer(3), Georg Katzer, Florian Weickelt(4)

Trainer: Jens Heinze, Andreas Weickelt

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