Die 1.Männer gegen RIO (Riesa/Oschatz)

16:18:37 17.11.2019 von Alexander Klatte

Auf der Elbe nicht untergegangen

Verbandsliga Männer

HSG Riesa / Oschatz – OHC Bernstadt 32:26 (13:14)

 

Nun also nach RIO… eine lustige Abkürzung der Fusion von Riesa und Oschatz. Im Vorfeld beschrieben hatte ich ja den „Zweiklassenunterschied“, welcher im letzten Jahr noch aktuell war. Ja, man wollte sich trotz der Ausfälle von Tom, Paul und Johann und des Fehlens von Georg und Luis nicht kampflos ergeben. Die Rollen waren klar verteilt und der Gastgeber ließ auch im Vorfeld trotz einer Unkenntnis unserer Mannschaft laut Homepage keinen Zweifel, dass man die nächsten 2 Punkte holen wolle. Der Aufstieg ist wohl das erklärte Ziel der Elbestädter. Ich selbst konnte berufsbedingt nicht mitfahren und war hin und hergerissen ob der Zwischenstände, welche auf verschiedenen Medien herein prasselten. Meine Ausführungen fußen also auf Aussagen von Trainern und Spieler. Und die waren unisono. Was für ein unglaubliches Spiel legte unser Team auf die Platte und hielt bis kurz vor Schluss alles offen. Auch wenn die Punkte in Riesa blieben, die gezeigte Leistung war ein Ebenbild der derzeitigen Situation in der Mannschaft. Man ist in der Liga angekommen und vermittelt den Eindruck, dass man mehr als nur bestehen kann. Die Rahmenbedingungen waren schlichtweg top. Die „WM“ Halle vom feinsten, das Publikum (auch viele aus Bernstadt) als tolle Unterstützung. Auch das hat sich das Team erarbeitet, verdient. In dieser Liga spielen zu dürfen. Und bis wenige Minuten vor Schluss war sogar eine kleine Sensation möglich. Der OHC begann unerschrocken gegen die Gastgeber. Die zogen schon nach 11 Minuten das erste Mal „grün“. Der OHC kompakt, Schetti mit starken Aktionen, Bobby hält zwei 7m. 5:7, 6:8. 7:9, 10:12. Der OHC spielt in einem Guss. Konter, Spielzüge, Abwehrverhalten. Alles passt. Das hatte sich RIO sicherlich ganz anders vorgestellt. Zur Halbzeit hinten zu liegen. Die athletischeren Gastgeber versuchen mit noch mehr Geschwindigkeit in die Lücken zu kommen. Und leider werden vergleichbare Aktionen zunehmend unterschiedlich ausgelegt. Dort „gelb und Freiwurf“, da 7m und 2 Minuten. Der Schlag ins Gesicht von Böhm…Freiwurf. Ball bei Freiwurf nicht hingelegt: gegen uns 2 Minuten, aber auf der anderen Seite eben nicht der Fall. Bis zum 23:23 elf Minuten vor Schluss durch Falko Böhmer, der wie all seine Kameraden ein Wahnsinnsspiel ablegt, ist alles drin. Dann sind bei einigen zunehmend die Körner verbracht, der rote Bereich erreicht. Mit nur 10 Feldspielern ist solch eine Partie auf diesem Level kaum zu halten. Die Fehlwürfe häufen sich, ebenso die 2 Minuten gegen uns. Bis zu einem 27:26 durch unseren Kapitän Willi vier Minuten vor Schluss ist die Sensation im Bereich des Machbaren. Dann werden die durch die Herunterstellung von Steve dezimierten Gäste noch gnadenlos ausgekontert. Sicherlich hätte man bei der Personaldecke zumindest entweder Georg (6 Tore in Neugersdorf) oder Luis (12 Tore in Bad Gottleuba) noch im Team gebrauchen können. Man kann aber eben nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Zumindest nicht gleichzeitig. Am Wochenende kommt der Tabellenführer KJS Club Dresden in die Pließnitztalhalle. Ich denke mal, dass dann „ganz RIO“ für uns die Daumen drückt. Kinder- und Jugendsport Club Dresden. Da werde ich als Hallensprecher gefordert sein, die vielen osteuropäischen Namen richtig auszusprechen. Eines ist sicher: der OHC wird den Hauptstädtern einen Kampf auf „Biegen und Brechen“ anbieten. Vor hoffentlich wieder großer Kulisse ist auch gegen den übermächtig erscheinenden Gegner alles möglich. Euer Alex

Der OHC Bernstadt mit:

Bobby Burkhardt, Robert Schetter, Falko Böhmer(4), Stefan Deutschländer(3), Willi Bräuer(3), Steve Höhne(1), Paul Flammiger(3), Danny Ulbrich(3), Alexander Paul(4), Danny Burkhardt, Christoph Heide, Florian Weickelt(4)

 

Trainer: Jens Heinze, Andreas Weickelt

Physio: Jessica Sommerfeld

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