Die 1.Männer zu Hause gegen KJS Club Dresden

00:17:08 24.11.2019 von Alexander Klatte

Eine Niederlage mit Lerneffekt

Verbandsliga Männer

OHC Bernstadt – KJS Club Dresden 24:35 (10:19)

Aus dem Kernwort „Fan“ kann man fantastisch hervorleiten. Oder fanatisch. Minuten nach der hohen Niederlage standen die Fans des OHC Bernstadt und klatschten dem Team Beifall. Das war grandios, das brauchte das Team. Es soll aber auch nach dem Spiel zu verbalen Attacken gegen die wenigen Fans aus Dresden gekommen sein. DAS GEHT GAR NICHT. Der OHC Bernstadt liebt den Handball, ist verbunden mit der Region. Bei ihm spielen derzeit NUR Spieler, die das Handball-ABC auch in Bernstadt erlernt haben. Man hat eine ganz andere Philosophie als der heutige Gegner. Das ist so. Wir haben heute verloren. In einer proppevollen Halle. Ein anwesender Trainer eines Sachsenligisten war des Lobes voll von unserem extrem jungen Team, welches heute Lehrgeld gezahlt hatte. Der 17-jähriger Luis Kahle heulte nach dem Spiel „Rotz und Wasser“. Luis, Kopf hoch. Du bist einer von den Namen, von den Spielern, die schon in naher Zukunft diesen OHC Bernstadt noch attraktiver machen. Vielleicht schon nächsten Sonntag in Niederau. Man kann gegen diese Truppe aus Dresden, welche auf dem Spielfeld auf Tschechisch kommuniziert (das ist kein Witz: Peer Purschke bekam von Vladimir Holec in der 11. Minute seine „Ansage“ auf Tschechisch) verlieren. Sie stehen da oben, verfügen über genügend Potential, um den Aufstieg in die Sachsenliga zu schaffen. Und dennoch hätte man… sie zumindest mehr ärgern können. Das klingt bei einer 11 Tore Niederlage verrückt – ist aber so. Die Analyse des Spiels gab es in der Kabine. Die war ruhig, sachlich, fair. Ein Jeder wusste, dass die Worte des Trainers GENAU zutrafen. Keine Panik auf der Titanic. Wir spielen als Neuling Verbandsliga. Aber wir müssen das in aller Konsequenz auch annehmen. Werden wir auch. Da bin ich mir ganz sicher. Ganz sicher. Zum Spiel. In Riesa letzte Woche lagen wir auch schnell 2:0 hinten, dieses Mal 3:0. Nach zweieinhalb Minuten. Oh ja, in dieser Liga wartet man auf Fehler und ist extrem schnell beim Konter. Der OHC spielt zu behäbig, unkonzentriert und mit vielen technischen Fehlern. Die Gäste sind sehr schnell auf den Beinen und vor allem handlungsschnell. Ein Abtasten? Keine Spur. Aus allen Lagen wird „abgefeuert“. 1:5. Und wir? Werfen Peer berühmt. Der ehemalige Keeper von KOWEG Görlitz und HVH Kamenz krallt sich zig Würfe der Gastgeber. H A L B H O C H. Ich habe dann irgendwann aufgehört zu zählen. Das durchzog sich heute fast durch die komplette Mannschaft. Wie eine Manie. Was um Teufel hat man denn gegen einen platzierten Aufsetzer? Oder ins Eck? Peer und später Njegos Radosevic hatten ihre helle Freude an dieser „meine Hand ist schon mal da“ Paraden. Keine Ahnung. 10, 12, 15 Mal? Das darf einfach so nicht nochmals passieren. Dazu kamen einige Pfostenwürfe. Das ist Pech. Im weitesten Sinne. Aber Bernstadt  kämpft: Tom holt sich ein paar Würfe und nach vorn zeigen sie es. 6:7 durch Alex in der 15.Minute. Jetzt könnte man… Die Abwehr steht. Über die Mitte lässt sie kaum was zu. Aber, spielübergreifend, sind die Außen der Gäste, locker eine Klasse besser. Wenn ich mich nicht irre, dann haben wir keinen einzigen Treffer über die Außen markiert. Die Gäste dagegen ein Drittel, vielleicht mehr. Fehlabspiele – Konter – Tor. Fünf Tore in Folge. 6:12. Oder die Dresdner treffen wiederholt im Nachsetzen. Steve zum 7:12 und danach runter. So ein Mist. Da machen Tom und Florian mit zwei Toren in Unterzahl zum 9:13 wieder Mut. Flo war mit 6 Treffern heute einer der wenigen Konstanten bei der Verwertung. Auch wenn bei ihm auch bei Leibe nicht alles passte. Die Gäste sind abgezockter. Sechs Tore in Folge (!). Konter, falsche Sperre, Pfosten, wieder Pfosten beim OHC. Die Tore fallen nur in eine Richtung. Neun Tore Rückstand. Wohltuend: keinem wird „der Kopf abgerissen“. Es wird alles detailliert beschrieben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit versucht der OHC nochmals „anzurucken“. Böhm trifft und Steve veredelt ein herrliches Zuspiel. Willi verwandelt einen Konter. Können wir also auch. 13:21. Und Böhm hinterher. Nur noch 7 Tore… „Mit dem Arsch wieder eingerissen“. In den nächsten Minuten erzielen die Gäste teils in Unterzahl herausgespielte Treffer über die Außen und profitieren von einem unsäglichen Chancenwucher der Gastgeber. Du brauchst hier keinen namentlich nennen: wir vergeigen im Akkord. Paul Flammiger trifft doppelt, auch Willi zum 19:27. Aber die Außen der Gäste… heute unser Untergang. Die Fans auf den Rängen sind eine Macht. Am frühen Nachmittag waren vielleicht 20, 25 Fans des OHC beim Fußball in Kemnitz. 3:1 gewonnen. Die kamen mit mindestens der gleichen Anzahl am Abend zurück. Das ist alles perfekt und selbst in dieser Liga mehr als ein Ausrufezeichen wert. Aber wir machen zu wenig Tore. Endlich auch mal Stefan. 21:29. Aber ansonsten hat unser bisheriger bester Torschütze auch schon wesentlich bessere Spiele erlebt. Bis zum Schluss zieht sich das Desaster vor dem Tor durchs Spiel. Binnen von drei Sekunden vergeigen Paul und Paul freistehend. Ein Raunen geht durch die Halle. Die Gäste… Konter. Tor. Der sehr agile Tomas Vavrica macht 10 Buden. Tom und später Justin haben keine Chance. Nach zuletzt drei Siegen gab es zwei (erwartete) Niederlagen. Sacken lassen. Aber eben nicht nur. Nächsten Sonntag geht es nach Niederau. Wachsfrei (und das ist eklig). Und dennoch klar im Kopf und motiviert von der erste Sekunde an. Das letzte Meisterschaftsspiel 2019 für die 1.Männer. Ich konnte den Dienst tauschen und wäre sehr erfreut, wenn ich da was Erfreulicheres schreiben könnte. FORCA OHC!

Der OHC Bernstadt mit:

Tom Seidel, Justin Tröger, Falko Böhmer(2), Stefan Deutschländer(1), Willi Bräuer(3), Steve Höhne(2), Luis Kahle, Paul Flammiger(2), Danny Ulbrich(3), Alexander Paul(3), Johann Brendler, Paul Richard Führer(1), Georg Katzer(1), Florian Weickelt(6)

Trainer: Jens Heinze, Andreas Weickelt,  Physio: Jessica Sommerfeld

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