Die 1.Männer zu Hause gegen Radeberg

23:45:45 11.01.2020 von Alexander Klatte

40 von 60 Minuten toll. Reichen aber nicht

Verbandsliga Männer

OHC Bernstadt – Radeberger SV 27:35 (16:18)

So, nachdem ich nun gerade noch Sieger (die 2.Männer gewann gegen Eibau/Zittau. Spielbericht kommt später), Besiegte und Edelfans zur Party von Ronny gefahren habe, nehm ich dieses Mal ein Glas Weißwein und „ein gutes Gefühl“ mit zur Tastatur. Meine dritte (als Hallensprecher fünfte) Halbzeit beginnt dreiviertel elf. Sacken lassen, aber nicht zu tief. Auch wenn das Ergebnis eine klare Sprache und Aussage zur Schau stellt, Radeberg zumindest phasenweise eine Klasse besser war und im Gleichschritt mit den ebenfalls siegreichen Teams aus Dresden und Riesa/Oschatz um den Staffelsieg kämpft: so schlecht war der OHC nicht. Und das muss man einfach mal so benennen. Dann werde ich mal „parteiisch“ und wünsche den Bierstädtern für die weitere Rückrunde die nötige Durchschlagskraft, um am Ende der Saison den erhofften Aufstieg zu schaffen. Wer solch eine Nachwuchsarbeit (RIO kann ich nicht beurteilen, KJS will ich nicht), der sollte dann auch belohnt werden. Die Rückrunde (wobei das nicht ganz korrekt für den OHC in Folge einer noch nicht gespielten Partie gegen SF Dresden 01 ist) begann leider so, wie das letzte Heimspiel gegen KJS Dresden. Nach fünf Minuten steht es 1:5 und die erste grüne Karte beendet kurzzeitig den Sturmlauf der Gäste. Radeberg aus einem Guss. Der OHC, wiedermal, zu Beginn einer Partie völlig von der Rolle. Keine Ahnung, wen da Ali vermutet hatte. Solch leichte Fehlpässe zu Beginn. Und Radeberg ist auf und weg. Klatsch, klatsch. Tom Seidel im Tor ist eine arme Sau. Steve setzt ein Zeichen und trifft. Danny über die Außen. 3:6. Die 2 Minuten gegen Ali kann nun wirklich keiner erklären. Allgemeines Kopfschütteln im weiten Rund. Und die Gäste treffen. Gnadenlos, effizient, spielerisch ne Klasse besser. 4:10 nach 10  Minuten. Also ersten Hochrechnungen zufolge… die Spieler gehen durch unsere Abwehr „durch“. Der OHC wehrt sich und bekommt  doch noch den einen oder anderen Treffer in die 6m² der Gäste. Schetti für den glücklosen Tom hält den ersten, den zweiten. Die Gäste gehen zumindest nicht weiter weg. Böhm Klasse, Florian trifft zusehends und Paul Flammiger auch. Nur noch 12:15. Die auch heute lautstarken Zuschauer feiern jeden Treffer, jede Abwehr wie ein Erfolg. Man ist zumindest wieder dran. Ein leidenschaftlicher Paul Flammiger schafft acht Sekunden vor Halbzeit das 16:18. Nach der Anfangsviertelstunde ein echter Erfolg. Und Anfangs von Hälfte zwei „reizt man den Tabellenführer“ noch mehr. Bis auf ein Tor (19:20 in der 34.min) ist man ran und da könnte man doch…das Glück des Tüchtigen ist danach leider aufgebraucht. Man kann über die 2 Minuten von Steve redlich debattieren, man bekommt drei 7m nacheinander nicht in den Kasten, man verliert durch technische Fehler im Spielaufbau den Ball. Radeberg, das zwischenzeitlich „geprustet“ hat, fängt sich wieder. Und macht fünf Buden hintereinander. Ja, da blitzt dann die individuelle Klasse auf. Da werden Passagen schön rausgespielt und mehrfach aus acht, neun Metern schön reingezimmert. Der OHC lässt sich nicht lumpen. Danny Ulbrich und zweimal durch den wieder treffsicher werdenden Florian. Nur noch 22:26. Aber man hält es dann nicht. Die Gäste erzielen in Unterzahl durch Paul Sieberth zwei Tore. Ali und Danny Burkhardt wieder auf vier Unterschied zum 24:28. Noch zehn Minuten. Das machen die Gäste dann klar, vielleicht zu klar. Wir bekommen auch schön rausgespielte Aktionen (Paul Flammiger, Danny Ulbrich) nicht in den Kasten und Radeberg denkt vielleicht schon an eine Tordifferenz bei der Abschlusstabelle. Acht Treffer Differenz zum Schluss sind zu hoch. Na zumindest trifft Paul Führer dann von der 7m. Aber das ist streng genommen egal. Die richtigen Schlüsse müssen aus der Partie gezogen werden. Viermal Training liegen dazwischen. Dann ist hoffentlich das Knie von Ali wieder belastbar und das Derby gegen Rietschen kann steigen. Am 25.Januar, schon 16.15 Uhr, stehen die nächsten 60 Minuten Verbandsliga an. Heimspiel gegen die Stahlmänner. Wenn man über 60 Minuten so spielt wie von der 10. bis zur 50. Minute, dann ist einiges möglich. Euer Alex

 

Der OHC Bernstadt:

Tom Seidel, Robert Schetter, Falko Böhmer(5), Stefan Deutschländer, Willi Bräuer, Steve Höhne(1), Paul Flammiger(3), Danny Ulbrich(5), Alexander Paul(5), Paul Richard Führer(1), Georg Katzer, Florian Weickelt(6), Danny Burkhardt(1)

Trainer: Jens Heinze, Andreas Weickelt,

Physio: Jessica Sommerfeld

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