Die 1.Männer zu Hause gegen ESV Dresden

23:49:36 29.02.2020 von Alexander Klatte

ÄRGERLICH

Verbandsliga Männer

OHC Bernstadt – ESV Dresden 27:31 (16:19)

ÄRGERLICH. So was von ärgerlich. Ach Mann… wo fange ich denn an? Bei den Fans, welche die Halle wieder zum überkochen brachten. Und meine Ansage verstanden, dass beim Handballsport KEINER, KEIN EINZIGER beleidigt wird. Bei den Dresdner Spielern, welche mir in der Halle solch eine Anerkennung für diesen Klub entgegen brachte. Bleibt ja in dieser Liga. So eine Stimmung. Das gibt es sonst kaum. Und sie waren hellauf begeistert von diesem „Dorfclub“. Unglaublich. Selbst mein Schwager Walter war mit seinen 70 Jahren erstmals mit seiner Frau in die Halle und „glühte“ danach. Mit Fußball nicht zu vergleichen…Alles gut und schön. Zum Schluss gibt es keine Punkte. Und das ist ärgerlich. „Man hätte sich auch nicht über eine Niederlage beschweren können.“ Befanden eben auch danach die Dresdner. Und viele Analysen gab es nach dem Spiel. Natürlich ist es eine unglückliche Ansetzung, wenn das Schiedsrichterpaar von einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg kommt. Und diskutiert wurde reichlich. Allein: Machen wir nur die klarsten Chancen (ich komme auf drei nicht verwandelte 7m und acht Pfosten- bzw. Lattenwürfe, teilweise aus dem Konter heraus frei zulaufend), dann bleiben die Punkte zu Recht in Bernstadt. Sie bleiben es nicht und der ESV Dresden, welcher heute nach erfolgreichem Studium den vierfachen Torschützen Sebastian Sonntag verabschiedete (diese vier wird mir noch den Schlaf rauben), reist als Tabellendritter auf der A4 wieder in die Landeshauptstadt. ÄRGERLICH. Zum Spiel. Und das begann ja eigentlich richtig super. Alexander Paul nach langer Verletzung wieder mit dabei. Und Tony Ulbrich trainiert wieder. Und das schien ja seinen Neffen so richtig zu pushen. Der „Man oft the match“ – trotz Niederlage: Danny Ulbrich. Als Rechtsaußen macht er 11 Torwürfe und trifft dabei 10 Mal. Und er macht auch das 1:0. Aber der ESV schlägt sofort zurück. Bis zum 1:4. Das ist einfach „zu billig“. Fehlabspiele im Angriff werden gnadenlos ausgekontert. Stefan zum 2:4. Erster Wurf. Trifft und zeigt: „Heute geht was“. Wieder Gerlach, wieder Stefan. Die Außen sind top. Gut, der ESV muss sich sicherlich erst mal an ein breiteres Spielfeld gewöhnen. Der Lokschuppen zu Hause ist schmaler. 4:5. Das ist mir zu schnell zum Aufschreiben. Hin und Her. Tor für Tor. Falko trifft. Auch Florian. 6:7. Aber hinten haben wir kaum einen Zugriff. Ach ja, die Außen sind breiter als bei uns… Stefan mit dem Tor zum 7:7 per 7m. (11.min). Willi mit 2 Minuten. Nicht jede Strafe ist nachvollziehbar. Hüben wie drüben. Achtmal müssen die „Erdachsen“ zusätzlich pausieren, sechsmal die Gäste. In dieser Phase spielt kein Team komplett. Die Dresdner können das cleverer ausspielen und gehen bis auf 10:15 weg. (23.min). Der OHC ist so ein bisschen „entzaubert“. Schnörkellos rammen die Konter nach wiederholten Fehlern und Dresden wirkt ganz abgebrüht. Kurzzeitig. Denn Georg Katzer macht in Unterzahl zwei herrliche Buden und dann ist ja noch Gerlach da… 13:15. Das Tor der Gäste in letzter Sekunde der ersten Halbzeit ist schlichtweg blöd. Aber Böhm hämmert nach der Pause den nächsten rein. 16:18. Auf Luca Jagsch hatten sich unsere Außen eigentlich sehr gut eingestellt. Aber Florian Bittner? Immer wieder, teilweise in Unterzahl trifft die 10 der Gäste. Ärgerlich. Denn über die Mitte findet der OHC immer besser statt. Alexander Paul hadert genauso wie die Zuschauer. Wieder zwei Minuten. Flo mit dem 18:21 (37.)Und wieder sind die Gäste mit 5 Treffern weg. 18:23 in der 40.Minute, dann 20:25. Dresden nutzt die numerische Überlegenheit aus. Teilweise grenzwertig. Also (zweimal) drei Schritte und dann 7m und 2 Minuten. Das fiel nicht nur mir auf. Willi am Hals, Luis am Wurfarm. Das nahm zum Teil unverhältnismäßige Züge an. Dann macht das gestrige Geburtstagskind Luis (wurde 18 Jahre) ein Tor…Irre, für die Galerie. Zählt leider auch nur einfach. Und Gerlach und Gerlach…23:26. Die Zuschauer toben. Feuern an. Sie wissen, dass dieses junge Team genau so was braucht. Und Pfosten und wieder Pfosten. Unseren beiden Halben Alex und Paul gelingt kein einziger Treffer. Und auch bei Luis scheppert es jetzt mehrfach. Wir hätten den Gast spätestens JETZT zur Strecke bringen können. MÜSSEN. In der 54.Minute erzielen wir das 25:27. Und kassieren in Überzahl über die Außen durch Florian Bittner das 25:28. 7m hinterher. Drin. Wir scheitern erneut beim 7m. Und Luca Jagsch trifft per 7m 90 Sekunden vor Schluss. 26:30. Steves Treffer wird trotz der absehbaren Niederlage gefeiert. Meine persönliche Analyse kommt zum Schluss. Mit solch einer Leistung kann man in der Klasse bleiben. Zweifelsohne. Aber in der Verbandsliga werden Unzulänglichkeiten härter bestraft. Das Deckungsverhalten ist (wie in den letzten Spielen) mir am Anfang zu passiv. Wir können gut und besser, wenn wir sehr offensiv agieren. Im Team gibt es ja 12 Feldspieler. Traut sich da kein anderer an die 7m? Der Georg verwandelte gegen Cunewalde II alle. So schön die schnelle Mitte ist…, wenn die Möglichkeit nicht mehr da ist, dann muss man „geduldiger spielen“. Ein 2 Tore Rückstand zehn Minuten vor Schluss darf nicht zur Hektik verleiten. Die Platte ist 20 Meter breit. Zu Beginn haben wir das über beide Außen herrlich genutzt. In Hälfte zwei wurde Stefan (wie in mehreren der letzten Spiele) „außen vor gelassen“. Habe ich ein einziges Mal „Leipzig links rück“ gesehen? Noch ist gar nichts entschieden, gar verloren. Nächste Woche in Radebeul (wo laut den Dresdnern wohl jetzt Wachs erlaubt ist) geht es wieder bei 0:0 los. Ich habe leider Spätdienst und muss passen. Dienst ist Dienst. Und Schnaps ist Schnaps. Gebe ich gern bei zwei Auswärtspunkten. Euer Alex

 

Der OHC Bernstadt mit:

Tom Seidel, Robert Schetter, Falko Böhmer(4), Stefan Deutschländer(3), Willi Bräuer, Steve Höhne(1), Luis Kahle(2), Paul Flammiger, Danny Ulbrich(10), Alexander Paul, Paul Richard Führer, Georg Katzer(2), Florian Weickelt(5), Danny Burkhardt

 

Trainer: Jens Heinze, Andreas Weickelt

Physio: Jessica Sommerfeld  (D)ie gute Seele: Tony Ulbrich

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Kommentar von Zuschauer | 01.03.2020

Wie immer der selbe Verlauf in diesem sogenannten,,Spielbericht"
Erst die ,,Selbstdarstellung" von sich selbst---und wen interessiert es welcher Schwager da war(ich/wir waren auch da),die Verabschiedung des Dresdner Spielers,gut und schön,den kennt keiner und als bloser Leser für ein uninteressant.
Dann zum Spiel,jede Minute,jedes Tor und den Spieler dazu,wird langweilig mit lesen.
Ja und bei jeder Niederlage wird Mannschaft und Trainerteam kritisiert---wieso das und nicht so und warum der und nicht der,was hat dieser nicht stattgefundenen Spielzug in einem Spielbericht zu suchen.
Glaub diese Kritik steht ihnen nicht zu.
Hallensprecher---und da schon schlecht zu verstehen und ,,Spielbericht"schreiben,das wesentliche und kein Roman.

Kommentar von Thomas | 03.03.2020

Ich persönlich finde die Spielberichte gut. Jemand der nicht dabei war, kann sich gut in das Spiel hineinversetzen.
Uns ein kleiner Ausblick in die Geschichte schadet keinem.

Außerdem finde ich es gut wie sie Alex in die Sache rein hängt. Spielberichte Fotos Vereinsarbeit. Hut ab und ganz viel Respekt.
Ist ja auch alles ehrenamtlich muss man sehen.

Schade ist nur, das wenn man(n) sein Kommentar abgibt nicht die Eier hat seinen Namen mit preis zu geben.

Alex mach weiter so.

Kommentar von Zuschauer | 03.03.2020

Hat wohl hier nichts mit Eier und Namen zu tun.
Sie kennen mich nicht,ich kenne sie nicht,genausowenig wie 95% der dort anwesenden Zuschauer.
Bezahlen unseren Eintritt,trinken ein Bier,beobachten das Spiel.
Geben keine blöden Kommentare ab,egal ob der OHC ein Tor wirft oder die Schieres eine Fehlentscheidung treffen.
Schön wenn ,,ihr"gewinnt,verliert ,,ihr"---ja das Leben geht weiter.
Aber es geht um ein Bericht zum Spiel und nicht um die Wasserstandshöhe eurer Pließnitz um 18.15uhr.
Und wenn man hier nicht mal seine Meinung äußern darf,was einem nicht gefällt,dann müßt ihr den Bereich--Kommentar--abschaffen,denn wann steht hier schon mal was ,,positives"von euch Fan's,erst dann wenn einer sich mal etwas kritisch äußerte.

Kommentar von Von Zuschauer zu Zuschauer | 04.03.2020

Moin allerseits,

Ich denke die positiven Reaktionen der Fans sind wöchentlich auf Facebook durch eine Vielzahl an Likes zu erkennen. Ja stimmt, Kommentare gibts nicht sooo viele, liegt aber vermutlich eher daran, dass unser Kulturkreis generell dahingehend sozialisiert ist, Lob recht selten zu formulieren und nur jeder gern und ausgiebig in die Tasten Haut, wenn es was zu meckern gibt...
Man darf mal nicht vergessen, dass ein Spielbericht, trotz aller Bemühung um Objektivität, letztendlich immer subjektiv bleiben wird und das Wahrnehmung grundsätzlich verschieden ist! Und noch einmal mehr, wenn man mit Herzblut dabei ist. Ich kann auch nicht immer alles nachvollziehen, muss ich aber auch nicht. Ich persönlich messe der Leidenschaft und Mühe, die Alexander Klatte investiert einen weitaus höheren Stellenwert bei, als der Tatsache, dass wir hin und wieder unterschiedliche Betrachtungsweisen auf das Spielgeschehen haben...
Natürlich kann man im Spielbericht Kritik äußern, schlagen sie mal die Zeitung auf! Letztendlich geht es doch beim zuschauen, neben dem Gemeinschaftsgefühl und dem Adrenalin beim mitfiebern eben auch darum, dass ja eigentlich doch jeder besser weiß, wie man es denn eigentlich machen müsste...so viele Bundesligatrainer, jede Woche...so what- das gehört eben genauso dazu.
Und hierfür ist aus meiner Sicht die Kommentarfunktion gedacht, um seine Ansicht zum spielgeschehen kundzutun und auszutauschen, wenn man da Bedarf hat...das ist legitim, das steht jedem frei und sollte grundsätzlich auf gegenseitigem Respekt beruhen. Ich denke, solange Spieler und Trainer mit der Kritik gut leben können, steht es Ihnen, als Zuschauer nicht zu, zu entscheiden was der „Vereinsschreiberling“ darf und was nicht.

Reine Fakten kann man übrigens unter hvs-Handball.de nachlesen.

Und am besten geht man einfach in die Halle, schaut sich die Spiele selber an, macht sich sein eigenes Bild und dann kann man sich die Wasserstandsmeldung der Pließnitz ersparen, wenn die einen nicht interessiert (die interessiert mich auch nicht, regt mich aber auch nicht auf, weil mich ja niemand zwingt den Bericht zu lesen)

Ich denke Alex Klatte wird weitestgehend im Verein sehr geschätzt und ich vermute eine „Abwahl“ wird nur schwer durchsetzbar sein aber der ohc ist ein offener Verein. Sollte jemand aufgrund der Spielberichte einen enormen Leidensdruck
spüren, so freut sich der Vorstand bestimmt über eine Bewerbung für kommende Saison, mit Probeexemplaren versteht sich...
Im Ernst: Ehrenamt stirbt aus. Bei der allgemeinen Wertschätzung kein Wunder - man muss nicht alles gut finden, man muss aber auch nicht alles schlecht reden!

P.s.: Lieber Zuschauerkollege, lesen sie mal den Spielbericht vom ESV... da gehts die meiste Zeit um Alkoholkonsum- nicht sportlich objektiv aber mich hat er dennoch erheitert! Und letztendlich sollte das das wichtigste im Sport sein: Spaß und Freude haben, statt sich über Dinge aufzuregen, die einen ja sowieso nicht interessieren...

Sportliche Grüße