Jgd B mnl. Cunewlde / OHC Bernstadt 24:24

10:31:00 01.10.2018 von Torsten Katzer

Unterirdisch

SG HVO Cunewalde/Sohland : OHC Bernstadt 24:24 (10:12)

Unsere B-Jugend musste heute nach Cunewalde. Und ehrlich ich bin fassungslos über das Spiel. Dass die Spiele in Cunewalde nicht die einfachsten sind, das ist wohl allen bekannt, aber was da zum Samstagnachmittag  bei einem B-Jugendspiel abging, kann ich gar nicht so recht in Worte fassen.  Aber eins nach dem anderen. Es wurde sich wie immer eine reichliche Stunde vorher getroffen, umgezogen und erwärmt. Die Stimmung unter der Mannschaft war gut. Die Zuschauerzahl war anfangs überschaubar, aber die Halle füllte sich kurz vor dem Anpfiff der Partie. Und los ging´s. Max und Gordon übernahmen sofort den Part mit dem Tore schießen und es stand nach kurzer Zeit 0:2 für uns und ich dachte so bei mir „ach ein schöner Anfang“. Aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Mein Fehler. Aber danach lief nichts so recht zusammen, der erste 7-Meter (von sieben in dem ganzen Spiel) für uns verfehlte das Tor, Abspielfehler  und weiteres Nichttreffen des gegnerischen Tores  und Cunewalde ging mit 4:3 in Führung. Dann wurde der nächste 7-Meter verschossen oder besser „verlupft“. Zum Glück der 3. 7-Meter ging rein. Und spätestens an dieser Stelle war für alle zu bemerken, dass das heute ein Spiel war, was an die Substanz ging. Wir gingen dann zwar kurzzeitig mit zwei Toren in Führung, aber so ein richtiges wegkommen war nicht möglich und unsere Chancenverwertung war heute unterirdisch. Zu guter Letzt wurde Luis auf das gröbste gefault und musste erst mal pausieren. Zur Halbzeit bestand Redebedarf auf allen Ebenen.  Ich war froh, dass es endlich aufgehört hatte zu trommeln. Die Trommelei macht einen als Zuschauer jetzt nicht unbedingt entspannter und gelassener. Ich hatte auf der Hühnerstange, die den Besuchern zum sitzen in der Cunewalde zu Verfügung steht, vor Aufregung schon ganz rote Wange. Und die wurden in der 2. Halbzeit noch röter und irgendwie mutierte das Handballspiel völlig zu Nebensache. Ich weiß Handball ist nun mal kein Steckhalma, aber muss man in der B-Jungend schon so rüpelhaft spielen? Und das Schlimme, ihr habt euch davon anstecken lassen. Cunewalde hatte mittlerweile haufenweise 2-Minuten-Strafen und gelbe Karten gesammelt und wir fingen damit jetzt auch an, sogar Keker wurde mit einer gelben Karte gerügt. Und wenn´s auf dem Platz unruhig ist, ziehen die Zuschauerränge nach. Ich denke immer, muss es nicht für beide Mannschaften ausreichend Respekt geben? Der war definitiv in Cunewalde verschwunden. Unsere Jungs kämpften um jedes Tor, in Unterzahl, in Überzahl ein ewiges hin und her. Und dann gab´s noch ein Paar Schiedsrichterentscheidungen, die das Spiel ebenfalls jetzt nicht leichter machte und wir ein Tor nicht anerkannt bekamen. Wir lagen zwischen zeitlich 2 Tore zurück und kämpften weiter unermüdlich. Mittlerweile waren zu den gelben Karten auch schon rote Karten gezückt worden, zum Schluss drei an der Zahl. Und wir befinden uns immer noch bei einem B-Jugendspiel. In der Schlussphase lagen wir dann nochmal mit 2 Toren vorn, aber wir konnten das nicht über die 50 Minuten retten, trotz der profihaften Auszeit kurz vor Schluss. Endstand 24:24 und wenigsten 1 Punkt gerettet. Cunewalde feierte das Unentschieden wie einen Sieg. Wenn´s ein mit fairen Mitteln gewesen wär, hätte man sich mitgefreut, aber nicht so.

Jetzt ist erst mal (Kampf)Spielpause, in der es sammeln heißt und dann auf ein Neues im Handballkarussell.

Es kämpften:

Lucas P (TW); Max (6); Luis (3); Nico (1); Gordon (9); Jonas, Tobias (5 (6)); Toni; Ramon; Franz, Paul

Es couchte:    Torsten Katzer

 

Daniela Plocionnik

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Kommentar von Vati | 02.10.2018

Eigentlich wollte und sollte ich ja den Spielbericht unkommentiert lassen, aber irgendwie kann ich mir nicht helfen.
Unterirdisch… ein C*****n schreibt einen Spiel Bericht.
Damit habt ihr auf jeden Fall für drei Tage die Headline in der B Jugend Fan Community gehabt.
Aber mal der Reihe nach.
Nach den Durchführungsbestimmungen 1.16 ist der Einsatz von Trommeln erst mal nicht verboten.
Das dies dem Gemeinen, nicht zu verwechseln mit gemein, hier einfach gemeint, nicht passt, ist zu verstehen. Wir haben natürlich nur die Heimmannschaft angefeuert. Das ist eigentlich zu verstehen.
Das auf der Cunewalder Tribüne nur Hühnerstangen für Besucher zur Verfügung stehen, sollte beim Landkreis Bautzen unbedingt angezeigt werden. Er verwaltet schließlich die Sporthalle. Da sind wir völlig unschuldig.
Bei der Spielweise war auch die Jgd B des OHC kein Kind von Traurigkeit, so ist das nun mal, Handball ist kein Steckhalma und jeder will gewinnen.
Zu den gelben Karten wurde vorerst nur eine rote Karte für Cunewalde/ Sohland gezeigt. Aber nun sind auch noch die Schiedsrichter schuld, welche ein Tor zu Recht aberkannten. Jetzt kommt aber das Beste. Die Verfasserin des Spielberichtes erleidet eine totale Amnesie. Beim Stand von 23:22 für Bernstadt wird ein Konter der Cunewalder/Sohländer mit einer glatten roten Karte in den letzten 30 Sekunden des Spieles beendet. Sieben Meter Für Cunewalde. Ausgleich.
Beim letzten Angriff der Bernstädter gibt’s dann noch die zweite rote Karte für Cunewalde/ Sohland. Aber wenn man ständig auf der Erdachse unterwegs ist, muss man natürlich aufpassen, dass sich die Welt nicht zu schnell dreht und einem schwindelig wird.
Wir haben uns über unseren Punkt riesig gefreut. Wie man das auf Bernstädter Seite sieht, ist mir eh fraglich. Da freu ich mich lieber mit Lok Schleife.