Mein Resümee

09:47:42 20.06.2019 von Alexander Klatte

Nach der Saison ist vor der Saison

Ein- Rück- und Ausblicke  bei den Eigenschen Erdachsen in Bernstadt

Erfolge sind nicht immer messbar. Und das ist eigentlich auch ganz gut so. Denn Emotionen, welche in Gefühlsausbrüche wie Jubelschreie ausbrechen, sollten das bleiben, was sie sind: das menschliche Element in einer zunehmend digitalisierten Welt. Und es war dann eben gefühlt eine Unmenge an diesen Endorphinen, welche die Körper bei Spielern, Funktionären und Fans ausschütteten. Das ist schon wieder sechs Wochen her, als sich in voller Wucht solch eine Welle in der Pließnitztalhalle entlud. Die Männer wurden in einem Herzschlagfinale Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga. Seither ist ein so vorsichtiges „runter Pegeln“ zu beobachten. Ja, wir sind dabei. Wie es wird? Wir wissen es nicht. Aber WIR wollen. Am Kader der 1.Männer wird es kaum Änderungen geben. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sollte man vor allem den Spielern die Möglichkeiten geben, sich in der Verbandsliga zu zeigen, welche mehrere Jahre auf dieses Ziel hingearbeitet haben. Zum anderen ist spätestens ab dieser Klasse ja auch ein gewisser „Markt“ da. „Gut Spieler feil“. Und das wollen und das können wir auch nicht. Zwei Abgänge gilt es zu verzeichnen. Die tun auch weh. Vor allem, wenn ein Eigen-gewächs, welches seit einem Dutzend Jahren im eigenen Verein auf dieses Ziel hinarbeitet, den Club „ohne erkennbare Not“ verlässt. Das ist schade. Das müssen wir leider akzeptieren. Umso erfreulicher ist es natürlich, wenn sich zwei „ehemalige“ und eigentlich nie weg gewesene Spieler wieder dem Team anschließen. Und diese beiden, haben auch Jahre mit der 1.Männer um diesen Aufstieg gekämpft. Christoph und Paul, Willkommen! Der Spielerkreis erweitert sich mit all den langzeitverletzten, welche zur neuen Saison dann wieder fit sein wollen. Tom kommt zurück, Tony und Johann auch. Und Talente wie Georg, Jordan oder der noch in diesem Jahr für die B auflaufende Luis drängen nach. Für das Publikum wird es nicht nur neue Mannschaften geben. Auch hier wird die „Gefühlswelt“ eine andere werden. Nur zu selten gab es ja richtig spannende Spiele. Die letzte Heim-Niederlage datiert vom 4.März 2018. Danach wurden alle Spiele, einschließlich Pokal, zu Hause gewonnen. Wir erhoffen uns von unseren Fans eine tolle Unterstützung für die neue Saison. Auch bei den Auswärtsspielen, wo die A4 wohl unser zweites Zuhause sein wird. Allein fünf Teams aus dem Großraum Dresden sind unsere Gegner. Das gilt es zu meistern. Die „Rahmenbedingen“ werden anspruchsvoller. Allein die ganzen materiellen und personellen Sicherstellungen werden die Kraft des ganzen Vereins in Anspruch nehmen. An dieser Stelle mein mahnender Appell: es werden alle gebraucht. ALLE. Es ist natürlich verständlich, dass man beispielsweise nicht aus Dresden anrücken kann, um ein Zelt aufzubauen. Aus Oderwitz oder Schlegel (freie Ortswahl ohne gedanklichen Hintergrund) aber schon. Kampfgericht, Ordner, Schiedsrichter, Unterstützung in der Küche. Das „betteln“ der Trainer und anderer Funktionäre sollte da der Vergangenheit angehören. Mannschaften, echte Mannschaften, klären das im Vorfeld unter sich und „watschen Drückeberger gehörig ab“. Das Team der 2.Männer sondiert sich neu. Zumindest mit neuem Trainer. Sportfreund Katzer, unser Kekker, wird unsere jungen Herren animieren, ihr durchaus vorhandenes Potential wieder konstant auf die Platte zu bringen. Solch ein Einbruch wie in der Rückrunde der letzten Saison sollte es nicht mehr geben. Gute Ansätze waren ja durchaus beim Handballfest zu beobachten. Denn Doppeleinsätze vom Team der 1.Männer zur 2. und zurück wird es 2019/20 schon aus logistischen Gründen faktisch nicht mehr geben. An sich selbst arbeiten, sich immer wieder anbieten und ein echter Teamplayer werden. Kerle wie ihr. Auf geht es, holt euch die Ostsachsenklasse zurück. Was ihr als Team schon verinnerlicht habt, wurde ja beim Männertag sichtbar. Jeder wollte Maik mal schieben…Und so schiebe ich mal die Kugel zu den Frauen. Wenn ein Sportfreund Norbert Marschke bei der Siegerehrung solch ehrende und hoffnungsvolle Worte wählt, dann kann es ja nur gut um das Team stehen. Jung, dynamisch und hoffentlich auch erfolgreich. Nach meinem Kenntnisstand ab der neuen Saison sogar mit zwei Teams im Frauenbereich. Wann hat das zuletzt in Bernstadt gegeben? Wir freuen uns sehr, dass unsere Frauen für solch ein belebendes Element nicht nur im Handballsport sorgen. Dem „neuen“ Trainer Steffen Bundtke wünschen wir viel Glück. Auch der Nachwuchs stellte sich neu auf. Bei den „Miniminis“ mussten die Gruppe sogar geteilt werden. Die 4-jährigen erlernen spielend das 1x1 des Sports; die 5-6 jährigen sind schon ein paar Ballwürfe weiter. Und schielen schon auf die Erfolge „der Großen“ in der F-Jugend. Gold bei den Kreis-Kinder-und Jugendspielen. Und so geht es weiter bis zur männlich A, welche sich auch im neuen Jahr demnächst bei den Männern empfehlen wollen.

Unser Falko wurde ja am letzten Sonntag 30 Jahre. Tief beeindruckt zeigte sich Böhm#2 von all den Gratulanten aus dem Team und vom Ständchen zum Geburtstag. „Einfach ein geiler Verein und super Menschen“ befand er in seiner Nachricht als Resümee. Dem ist eigentlich nicht hinzu zufügen. Doch. Ich denke da an all die Männer und Frauen, welche noch überlegen, ob sie wieder zu uns kommen sollten. Als Trainer, als Spieler, als Schiedsrichter. Oder in einer anderen Funktion. Die, aus welchem Grunde auch immer, vor Jahren von uns gegangen sind. Wenn man in die Augen solch kleiner Spielerinnen wie beispielsweise der Emma schaut, dann weiß man, warum man sich Sonntag früh aus dem Bett quält. Ihr seid alle herzlich willkommen! In dem Sinne. Ein kräftiges „ERDACHSE!“ von euerm Alex

Zurück

Einen Kommentar schreiben